Häufig bekomme ich Mails von Leserinnen, die sich über den Erfolg meines Labels wundern oder auch gern „so viel Glück“ hätten wie ich. Oft höre ich auch, dass ich „im Vorteil“ wäre, da ich eine medienspezifische Ausbildung gemacht habe und man das als „Normalo“ niemals alles so aufziehen könnte.

Dabei schießen mir 1000 Dinge in den Kopf, die ich heute gern mal zu Papier bringen möchte. Das Wichtigste jedoch zuerst: Mit purem Glück hat mein Werdegang nichts zu tun.

Ich wusste nie so richtig, was ich werden will. Nach dem Abi habe ich „was mit Medien“ studiert und anschließend als Grafik- und HTML-Frau gearbeitet. Schnell entstand mein Wunsch, auf eigenen Beinen zu stehen und freiberuflich zu arbeiten. Für mich war das Angestelltsein von Anfang an nicht das Richtige – ich mag keine starren Regeln und Zeitpläne und ich arbeite nicht gern Aufgaben ab, die mir von jemand „Höherem“ diktiert werden.

So startete ich mit Mitte Zwanzig meine eigene kleine Webdesign-Agentur. Hat mir mein Studium dabei geholfen? Kaum, denn im Studium haben wir nichts über Design und nur wenig über Webprogrammierung gelernt. Ich habe mir während des Studiums nebenbei autodidaktisch HTML und CSS beigebracht, fing dann langsam mit WordPress an und baute meine erste eigene Webseite. Schritt für Schritt lernte ich so immer mehr dazu, las haufenweise Fachliteratur und durchforstete Foren und Blogs.

Als mich das Webdesign nicht mehr erfüllte, gründete ich meine zweite Firma, das Schnittmuster-Label „Kreativlabor Berlin“ (welches ich bis heute betreibe). Auch diese Firmengründung war kein Zuckerschlecken. Ich hatte zu Beginn kein Konzept und habe mich einfach von meiner Intuition leiten lassen. Ich probierte vieles aus und behielt die Dinge bei, die mir Spaß machten: Nähen und Bloggen. Schon nach wenigen Monaten wurde ein Verlag auf mich aufmerksam und wollte ein Buch mit mir machen. War das Glück? Nein, denn ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon superviel Herzblut und vorallem harte Arbeit in meinen Blog und meine Schnittmuster gesteckt. Ich habe jeden Tag bis zu 10 Stunden daran gearbeitet, auch an den Wochenenden. Ich habe immer wieder Neues ausprobiert um herauszufinden, was gut ankommt und was ich am Liebsten machen möchte. Meine Produkte, meinen Blog und meinen Shop immer wieder optimiert. Erst dadurch kam der Verlag auf mich zu.

Ich bin mir sicher, dass jeder all seine Träume verwirklichen kann, wenn er es wirklich will und ehrgeizig genug ist.

Das sind meine Tipps zum erfolgreichen Aufbau eines Labels:

1. Werde aktiv!

Eigeninitiative, oder auch pro-aktives Handeln, ist für mich der wichtigste Faktor für den Erfolg. Du kannst noch so viel wollen – wenn du nichts tust, wird auch nichts passieren. Ich habe mich viele Jahre lang fast täglich mit Design und Webseiten beschäftigt, Grafikprogramme gelernt, immer neue Webseiten gebastelt, Design- und Fotografie-Ausstellungen besucht und mich generell viel in Eigeninitiative weitergebildet. Ich habe mir immer wieder meine Kamera geschnappt und an meinen Fotografie-Skills gearbeitet. Jeden Tag Blogs gelesen und geschaut, in welchen Bereichen ich mir von anderen erfolgreichen Gründern und Bloggern eine Scheibe abschneiden kann.

Alles was ich mir selbst beigebracht habe, kann sich auch jeder andere selbst beibringen. Es gibt nichts, was du nicht lernen kannst. Haufenweise Wissen ist kostenfrei im Internet verfügbar, Fachliteratur kannst du dir aus Bibliotheken ausleihen – aber lesen und ausprobieren musst du selbst. Werde aktiv!

2. Vertraue deiner Intuition!

Dein Bauchgefühl lügt nie. Es sagt dir ganz genau, ob etwas richtig für dich ist, oder nicht. Ob du dich für A oder B entscheiden, oder C lieber komplett aus deinem Leben streichen solltest. Grundvoraussetzung dafür ist jedoch dass du

a) ehrlich zu dir selbst bist
b) auf deinen Körper hörst und
c) aktiv bist und viele Dinge ausprobierst

Aktiv werden ist auch hier wieder das A und O. So komisch es für dich klingen mag, aber es ist wichtig, so oft wie möglich zu scheitern. Je mehr du ausprobierst, desto besser kannst du herausfinden, was du magst und was nicht. Je öfter du feststellst: „Nee, das war jetzt aber doch nicht das Richtige“, desto näher rückt das, was du wirklich willst. So wird deine Berufung, die Vision von deinem absoluten Traumberuf immer klarer und deutlicher. Vertraue deiner Intuition!

3. Sei neugierig!

Jeder von uns hat verschiedenste Interessen, die oft auch gar nichts miteinander zu tun haben (und das auch gar nicht müssen). Ich kann dir nur raten, alles auszuprobieren, was dich interessiert! Reiten, Gesangsunterricht, Fotografie-Kurse, Yoga, Tauchen, usw. Alles was du spannend findest, solltest du mindestens einmal aktiv probiert haben! Wie sollst du sonst jemals herausfinden, ob sich hinter dem kleinen Hobby vielleicht deine große Leidenschaft verbirgt? Oder ob die fixe Idee vielleicht nur heiße Luft war?

Sei neugierig! Lass dich von anderen Menschen und deren Hobbies und Interessen inspirieren. Höre aufmerksam zu, wenn andere von ihren Erlebnissen und Berufen berichten. Was davon könnte auch was für dich sein? Was würdest du gern mal ausprobieren? Und dann tu es!

4. Lerne zu scheitern!

Scheitern ist leider ein so negativ behaftetes Wort, dabei finde ich scheitern ganz großartig. Jeder Fehler bringt dich deinem Ziel näher. Vielleicht ist dein erster Blog ganz mies gestaltet, oder die Texte schlecht geschrieben. Vielleicht kommt dein neues Produkt bei den Kunden überhaupt nicht an. Vielleicht hast du nach ein paar Monaten keine Lust mehr an deiner Tätigkeit. Super! Nur so kannst du dich verbessern! Nur so kannst du herausfinden, was dir wirklich liegt und woran du noch arbeiten musst. Vielleicht war Versuch A einfach nichts für dich und du startest mit Versuch B. Großartig! Lerne zu scheitern!

5. Arbeite hart!

Erfolg kommt nicht über Nacht. Erfolg fliegt dir nicht zu. Erfolg hat selten etwas mit purem Glück zu tun. Nur weil du zwei Monate jeden Tag gebloggt hast, hast du noch keine tausend Leser. Das gute alte Sprichwort „von nichts kommt nichts“ finde ich hier ganz passend. Selbstständigkeit ist kein Zuckerschlecken. Du musst jeden Tag hart dafür arbeiten. Dich jeden Morgen aufs Neue motivieren, ehrgeizig sein und auf deine Ziele hinarbeiten. Ohne ein klares Ziel vor Augen und ohne jede Menge Ehrgeiz, Kraft und Durchhaltevermögen wirst du es nicht schaffen. Arbeite hart!

6. Vergiss nicht zu lächeln!

Versuche, dir auf dem Weg nach oben immer wieder Pausen zu gönnen und das Leben zu genießen. Eine positive Grundeinstellung hilft dir ungemein weiter. Wenn du zu verkrampft an die Sache rangehst, wirkt auch dein Unternehmen verkrampft und vielleicht sogar unsympathisch. Sei locker, sei du selbst. Du befindest dich auf einer Reise, du probierst dich aus. Entweder es klappt, oder es klappt nicht – versuch, das Beste daraus zu machen und den Weg zu genießen. Triff dich mit Anderen aus deinem Fachgebiet, tausche dich aus, helft euch gegenseitig. Du wirst sehen, dass auch die anderen so ihre Probleme haben und auch die „ganz Großen“ nur mit Wasser kochen und ganz normale Menschen sind.

Dieser Punkt ist superwichtig und ich habe ihn leider viel zu oft vernachlässigt. Kurz vorm Burnout habe ich zum Glück die Kurve gekriegt. Achte auf dich und deinen Körper! Vergiss nicht zu lächeln!

So, nun will ich aber durchstarten! Was muss ich sonst noch alles wissen?

Konkrete Fakten & Erfahrungsberichte zur Existenzgründung findest du bei Anita (alias frau scheiner) in ihrer Artikelserie „Existenzgründung und Selbstständigkeit“:

Start Up #1- Aller Anfang ist laaangsaaaam
Existenzgründung #2 – Businessplan und Gründungszuschuss – 10 Tipps
Existenzgründung #3 – Preise kalkulieren und Wert-Schätzung von handgemachten Produkten

Lasst euch inspirieren und berichtet mir gern von euren Erfahrungen – zum Beispiel als Kommentar unter diesem Beitrag.

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Auf der Suche nach dem Glück • Oder: Wie ich lernte, zu tun, was ich liebe
Work is not a job · Gedanken über Arbeit & Leben
Öfter mal Fehler machen: Eine Ode ans Scheitern

20 Kommentare

  • Guten Morgen liebe Julia,

    herzlichen Dank für diesen tollen Artikel 🙂 Du hast in allem total Recht und eigentlich weiß man das Alles auch, eigentlich. Denn gerne verdrängt man dieses Wissen und schiebt dann den Erfolg von anderen eben auch Glück oder Ähnliches.

    So gebündelt, das Ganzen zu lesen, motiviert unheimlich, jedenfalls mich 🙂

    Liebe Grüße und Dir noch eine schöne Woche, Brigitte

    • Hallo Brigitte, freut mich dass ich dich motivieren konnte! Manchmal denke ich, meine Beiträge liest doch sowieso niemand aber anscheinend hab ich mich da geirrt 😀 Kann es selbst noch nicht fassen, dass tatsächlich jemand lesen will was ich schreibe. Vor zwei Jahren hatte ich noch gar keine Leser.

      Liebe Grüße,
      Julia

    • Ja, ich bin auch überzeugt dass es sich auszahlt, wenn man das tut was man liebt. Manchmal dauert es eine Weile, aber: wenn es total einfach wäre, würde es ja jeder machen 🙂

      LG,
      Julia

  • Liebe Julia,

    wie recht Du doch hast! Erfolg kommt nicht über Nacht. Gerade in der Kreativbranche ist es gar nicht so einfach Fuß zu fassen. Da heißt es kämpfen, kämpfen, nochmals kämpfen bis sich erste Erfolge einstellen. Ich komme auch aus dem Medienbereich, habe einen ähnlichen Werdegang hinter mir und weiß um den Druck in dieser Branche. Von daher kann ich Dir gut nachfühlen! Ich befinde mich auch gerade in einer Phase der Umorientierung. Deine Tipps treffen den Nagel auf den Kopf! Besonders das „Scheitern lernen“ gehört unbedingt auf dem Weg zum Erfolg dazu! In einer erfolgsorientierten Gesellschaft wie unserer ist das nicht leicht, weil es oft auch auf einer Stufe mit dem Mißerfolg steht. Und um sich da nicht unterkriegen zu lassen ist Punkt 6 auch immens wichtig! Danke für diesen tollen Beitrag! Besser hätte man es nicht formulieren können. Dir eine schöne Woche!

    LG Jacqueline aus Dresden ;o)

    • Liebe Jaqueline, vielen Dank für deinen Kommentar! Du hast recht, in der Kreativbranche (aber sicher auch in anderen Bereichen) ist es recht schwierig, erstmal einen Fuß in die Tür zu bekommen. Aber mit den Jahren sammelt man Erfahrungen und kann dann Dinge besser machen und so nach und nach klappt es dann auch. Ich finde den Gedanken superspannend, dass im Prinzip jeder ALLES aus sich machen kann, wenn er wirklich will. Soviel Wissen und Möglichkeiten wie hier und heute gab es früher nicht – da haben wir wirklich Glück und sollten das Beste draus machen 🙂

      LG,
      Julia

  • Liebe Julia,

    danke für deinen tollen Artikel! Ich kann nur bestätigen, was du geschrieben hast! Es gehört einiges an Schweiß und Arbeit zur Selbsständigkeit. Und natürlich Herzblut, Durchhaltevermögen, positives Denken. Ich habe als selbsständige Grafikdesigerin vor 5 Jahren einen absoluten Kaltstart hingelegt. Keine Kunden, auf die ich aufbauen konnte. Mühsam habe ich mir alles selbst erarbeitet und mich auch durch den Behörden-Jungle gekämpft. Es hat sich wirklich gelohnt, denn wie du kann ich mir echt nicht mehr vorstellen in einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten. Natürlich gehört auch jede Menge Disziplin dazu. Und es gibt auch Phasen in denen es nicht so gut läuft. Aber manchmal lösen sich Probleme, über die ich mir den Kopf zerbrochen habe, wie von selbst. 🙂 Nachdem ich in einem Punkt den ich ausprobiert habe, mächtig auf die Nase gefallen bin (auch gesundheitlich) habe ich beschlossen mein Label zu gründen. Als Ausgleich zur Arbeit am PC. Ich wollte endlich mal wieder was mit den Händen machen. Rumwerkeln. Daraus ist dann auch mein Blog entstanden. Und auch hier heißt es wieder: Geduld, positives Denken, Motivation! Auch hier kommt der Erfolg nicht über Nacht. Mein Blog wächst langsam aber stetig und auch mein Shop!

    Danke für deinen tollen Artikel nochmal!

    Liebe Grüße aus Dresden
    Claudia

    • Liebe Claudia, vielen Dank für dein Feedback! Mit soviel positiven Rückmeldungen hätte ich gar nicht gerechnet. Von außen sieht das Ganze oft nach Spaß aus und manche scheinen zu denken, dass man den ganzen Tag Kaffee trinkt und sein Leben genießt. Das Selbstständigkeit harte Arbeit ist, sehen viele nicht. Dein Blog und deine Nähprojekte sind auch ganz wunderbar und professionell – ich bin immer wieder froh, wenn ich sehe, wozu wir alle fähig sind wenn wir uns richtig dahinterklemmen.

      In diesem Sinne: weiterhin frohes Schaffen und viel Erfolg mit deinem Label!
      Julia

  • Hallo liebe Julia, vielen Dank für Deinen tollen Motivationsbeitrag ♥

    Ich bin was das mit dem bloggen angeht, oft zu ungeduldig.Und denke dann auch obwohl ich meine Seite toll finde, interessiert sich keiner dafür was ich schreibe.
    Das beruhigt mich, das es bei Dir vor 2 Jahren auch so war.
    Echt ganz toll geschrieben, und großartig was Du schon alles erreicht hast.
    Und Du hast doch auch eine Tochter?

    Ganz liebe Grüße Melanie von Jungswerk.de

  • Liebe Julia,

    das ist einer der Gründe warum ich deinen Blog so gerne lese: Du schreibst einfach immer Sachen die so ehrlich und auf den Punkt sind . . . mich persönlich motivieren deine Beiträge immer ungemein und auch dieser kommt mal wieder wie gerufen. Nach langem überlegen habe ich mich dazu entschlossen einen eigenen Laden aufzumachen und einfach das zu tun was ich liebe. Am Anfang hatte ich auch extreme Zweifel und habe lange hin und her überlegt, Vorteile und Nachteile aufgezählt und so weiter. Aber mittlerweile bin ich zu dem Entschluss gekommen das ich es auf jeden Fall schaffen kann! Das ich bereit bin hart zu arbeiten und alles zu geben. Ich möchte nicht mehr Tag ein Tag aus im Büro sitzen und Sachen abarbeiten, ich möchte das tun was ich möchte und das als mein eigener Chef. Es wird schwer, das auf jeden Fall, vor allem da es schon ein großes Angebot an tollen Kreativblogs und Geschäften gibt, Aber wenn man es nicht probiert, kann es auch nichts werden 🙂 Dein Beitrag liegt bereits in meinem Drucker und wird an meine Pinnwand gepinnt . . . so kann ich mir das immer wieder durchlesen um nichts davon zu vergessen 🙂

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag, mach weiter so!!!!

    Liebe Grüße
    Stephanie

    • Liebe Stephanie, YOU MADE MY DAY! Danke für deinen lieben Kommentar! Dass sich jemals jemand einen Beitrag von mir ausdrucken würde, hätte ich im Traum nie erwartet. Wie toll, ich danke dir vielmals!!!!!!

      Jetzt bin ich noch motivierter! 🙂

      Liebe Grüße und VIEL ERFOLG mit deinem Laden!

      LG,
      Julia

  • Hallo liebe Julia,
    angezogen von dem Titel bin ich auf Deinen Blog geklickt…Ja soviel fällt mir dazu ein. Erstmal, ja Du steckst unglaublich viel Arbeit in Dein Label und um Deinen Traum zu verwirklichen…Immer wieder denke ich, wow, wann hast Du DAS geschafft (Glückwunsch zum frischen Design Deines Blogs, es gefällt mir ausgesprochen gut!!!). Da wir in einer ähnlichen Situation sind, habe ich wahrscheinlich auch einen realistischen Zeitvergleich dazu.
    NATÜRLICH ist Dir Dein Wissen und Dein Können nicht von selbst zugeflogen…(das mit dem Studium habe ich ja auch schon gesagt oder gedacht…) Ich finde gut, dass Du das „klar stellst“. Von Außen wirkt vieles oft leicht, und „wir“ denken gerne, wie gut es doch immer der andere hat…Nun ja… 🙂
    Deine Liste empfinde ich als sehr ermutigend, danke dafür, weil sie zeigt, wieviel dazu gehört. Dass nicht EINE Sache uns erfolgreich macht, sondern viele Eigenschaften. Und selbst, wenn wir eine Sache (oder mehrere) nicht so gut können, können wir uns darin üben (OH wie ich immer am ÜBEN bin :)) Und ALLES braucht seine Zeit…

    Beim Ende Deines Artikels angekommen, habe ich vor Überraschung gelächelt, und danke Dir sehr für die Bezugnahme auf meine Artikelserie!

    Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute, und sage mal, bis spätestens mal wieder in Berlin!!!
    Allerliebste Grüße,
    Anita

    • Liebe Anita, siehst du, ich habe ganz vergessen dir den Link zu senden – sorry! Deine Artikelserie ist großartig und so findet sie natürlich einen wohlverdienten Platz hier im Beitrag 🙂 Neue Links kannst du mir gern zusenden, dann binde ich sie noch ein.

      Ja, es ist ein ewiges Üben und man kommt niemals an – andererseits ist aber auch GENAU DAS so spannend. Wenn man gleich alles perfekt könnte, hätten man vielleicht gar keine Motivation mehr.

      Liebste Grüße,
      Julia

  • Liebe Julia,

    wieder ein sehr offener und äußerst interessanter Beitrag in Deinem Blog. Ich finde es toll, daß Du Sachen immer so klar aussprichst, ich lese sehr gerne in Deinem Blog und deshalb habe ich Deine Seite auch verlinkt, damit noch mehr Leute davon profitieren können. Die Tipps klingen so selbstverständlich und beim zweiten Durchlesen frage ich mich dann: „Mache ich das denn wirklich?“

    Auf die Intuition hören? Klar! Leider „funkt“ häufig „der Kopf“ dazwischen, „wird eh‘ nix“/“der hat eh‘ keine Zeit“/“lohnt sich nicht“ etc.

    Klar ist das harte Arbeit, ein Logo zu finden, einen Namen (den es noch nicht gibt und der heraussteht), eine Webseite entwerfen, einen Blog anfangen, das ist nur der – leichte – Anfang. Und wenn, so wie bei mir, die Webseite wegen Serverproblemen beim Webhoster nach erst 2 Wochen kaputt ist und man ganz von vorne anfangen muss, dann ist es eben so, auch wenn’s nicht leicht ist. Ja, die eigenen Produkte fotografieren – wie macht man das denn am besten? Landschaften fotografieren ist etwas anderes. Aber ich lerne immer dazu. Preisberechnung, noch so ein Fragezeichen. Ich denke, daß die meisten, die anfangen, die Preise zu niedrig ansetzen

    Dann andere für die Webseite zu interessieren, das ist schon eine Herausforderung. Da arbeite ich noch dran 🙂

    Auf welchen Märkten kann man Selbstgenähtes/Selbstgemaltes anbieten? Wie macht man das am besten ganz am Anfang? Die Kosten für Standgebühr, evtl. Zelt (was, wenn’s regnet?) etc. dürfen ja auch nicht so hoch sein, daß man sie durch die Verkäufe nicht mehr reinbekommt.

    Ich bin neugierig, was da noch kommt. 🙂

    Liebe Grüße
    Astrid

    • Huhu liebe Astrid, vielen Dank für deinen Kommentar und die Ideen für weitere Beiträge! Ich denke, in der Artikelserie von frau scheiner werden in Zukunft noch einige dieser Themen angesprochen werden. Man lernt immer dazu, und das ist ja auch das Spannende daran. Jeder „Fehler“ bringt einen dann auch weiter. Und es gibt soviele Kurse an den VHS oder gratis Infos im Internet, dass man sich *alles* aneignen kann. Dann kommt es „nur noch“ darauf daran, ob man ehrgeizig genug ist 🙂

      Liebe Grüße,
      Julia

  • Liebe Julia,
    Dein Beitrag spricht mir aus dem Herzen. Wir (mein Mann und ich) betreiben seit 15 Jahren eine Malerfirma. Er arbeitet 5 Tage die Woche 12-16 Stunden täglich und am Wochenende muß er noch ins Büro. Manchmal muß er auch durcharbeiten damit Termine gehalten werden können. Aber wir leben gut davon und mögen das was wir tun. Leider kennen wir auch diesen „Neid“. Die Arbeit dahinter sieht leider kaum jemand. Zumal es auch immer mal wieder Phasen gibt, wo es nicht so gut läuft……. Ein Kunde sich das Haus komplett renovieren läßt, keinen Cent zahlt und Insolvenz anmeldet. Das sieht dann leider keiner.

    Ich freue mich für jeden, der sich etwas erschaffen hat. Die Zeit und das Herzblut was in solchen Projekten steckt ist einfach enorm. Selbständig sein heißt „selbst“ und „ständig“

    Liebe Grüße
    Tanja …… Und weiterhin viel Erfolg bei deinen Projekten

    • Hallo liebe Tanja, vielen Dank für deinen tollen Kommentar! Ich habe megaviel Respekt vor Handwerksberufen. Bei solchen Großprojekten kann eine Menge schiefgehen (wie z.b. die Insolvenz des Kunden) und das kann schnell mal das Aus für die eigene Firma bedeuten. Ist auch bei meinem Papa passiert (Restaurieren von Holzobjekten). Da bin ich manchmal froh, nur meine „kleinen Ebooks“ zu haben 🙂

      Liebe Grüße & alles Gute für euch,
      Julia

  • Liebe Julia,

    ich lese deinen Block zwar erst seit kurzem aber mit um so mehr Begeisterung. Da ich grad selber versuche das zu finden was mich beruflich glücklich macht, finde ich es super das du auch darüber schreibst wie du zu dem gekommen bist was dich glücklich macht. Und vor allem das es nicht einfach ist und ein langer Prozess sein lann. Ich wohne auch in Berlin und solltest du irgendwann mal Lust und Zeit auf nen Käffchen haben dann würde ich mich riesig freuen 🙂 Vielleicht bis dahin. Liebe Grüße Ute

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