Frieda FliegenpilzHeute wird es bunt 🙂 Nachdem ihr vor einigen Wochen die liebe frau scheiner kennengelernt habt, möchte ich euch heute eine ganz tolle farbenfrohe Nähdame vorstellen: Frieda Fliegenpilz mit ihrer REtroGALerie.

Friedas Blog lese ich schon sehr lange. Sie verwendet wundervolle Retrostoffe für ihre Nähprojekte und ihre Wohnung sieht einfach traumhaft schön und gemütlich aus.

Frieda heißt eigentlich Alex und wohnt mit ihrem Mann und den gemeinsamen vier Kindern in Kassel. Früher hat sie in einer Druckerei gearbeitet und war dafür verantwortlich, dass die Aufträge reibungslos ausgeführt wurden und am Ende ein fehlerfreies und farbschönes Druckerzeugniss beim Kunden auf dem Tisch gelandet ist. Jetzt widmet sie sich ihrer Familie, dem Blog und ihrem DaWanda-Shop*, wo sie ihre selbst genähten Taschen, Kissen und Portemonnaies verkauft. Das Schönste am Nähen ist für sie, dass man sieht was man tut und am Ende ein fertiges Produkt in den Händen hält.

Frieda Fliegenpilz: WohnungFrieda Fliegenpilz: WohnungFrieda Fliegenpilz: Wohnung

Alex stöbert leidenschaftlich gern auf Flohmärkten nach Retrostoffen, die sie dann für ihre Kreationen verwendet. Die Ergebnisse, die aus der Kombination von „alten“ und „neuen“ Stoffen entstehen mag sie besonders.

Frieda Fliegenpilz PortemonnaieFrieda Fliegenpilz TäschchenFrieda Fliegenpilz Tasche

Hier könnt ihr noch mehr über Frieda Fliegenpilz erfahren und ihre wunderschönen Produkte kaufen:

Und hier kommen meine 10 Fragen an Alex von Frieda Fliegenpilz

Was machst du als erstes wenn du morgens aufwachst?

Mich darüber wundern, wie schnell die Nacht vorübergegangen ist… Oft kommt der Sachenmacher auch nochmal kurz zu mir ins Bett gekrabbelt und wir kuscheln noch eine Runde.

Wie sieht ein typischer Wochentag bei dir aus?

Frieda FliegenpilzNach dem Aufstehen heißt es erstmal Frühstück machen, für drei Kinder die Schulbrote schmieren und in relativ kurzer Zeit die drei Kleinen schul- und kitatauglich herrichten, danach bin ich dran 😉 Nachdem ich den Sachenmacher in die Kita gebracht habe, werden Mails beantwortet und danach setz ich mich an die Nähmaschine.

Frieda FliegenpilzMittags trudeln die ersten beiden Schulgänger ein und es wird sich kurz zusammengesetzt, erzählt, Hausaufgaben gemacht und der Nachmittag wird geplant. Danach erledige ich noch schnell den Rest, den ich am Vormittag nicht geschafft habe, bevor es zur Kita geht, das letzte Kind einsammeln. Jetzt ist Kinderbespassung angesagt, die ganz Große ist ja schon 15 und fällt damit aus diesem Raster raus, die trifft sich lieber allein mit ihren Freundinnen 😉

Gegen sechs geht dann das große Abendgewusel los… Abendessen vorbereiten, essen, Kinder bettfertig machen, vorlesen, kuscheln und irgendwann wird auch geschlafen. So richtig Ruhe kehrt hier eigentlich erst ab Neun ein, dann schlafen die Kleinen und nur noch die Große ist auf. Manchmal näh ich dann noch eine Kleinigkeit oder schneide schon was für den kommenden Tag zu..

Punkte die ich vergessen habe… einkaufen, Wäsche waschen, Hund ausführen, die Dinge finden natürlich auch irgendwo dazwischen statt… und Haushalt… haben wir nicht ;))

Nähen ist Zeit, die ich für mich habe und die mich aus dem Trubel hier rauszieht. Ich kann dabei wunderbar entspannen und runterkommen.

Frieda FliegenpilzFrieda FliegenpilzFrieda Fliegenpilz

Wann und aus welchen Beweggründen hast du mit dem Nähen begonnen?

Als Kind hab ich die meiste Zeit bei meiner Oma verbracht. Im Winter hat sie immer an der Nähmaschine gesessen und ich neben ihr, das war wohl der Grundstein. Mit ihr zusammen hab ich meine ersten Nähversuche gestartet.

Frieda Fliegenpilz: PortemonnaieSpäter dann habe ich eine Fachhochschule für Textiltechnik und Bekleidung besucht. Zu dieser Zeit gab es das Internet noch nicht (ich bin wohl schon eine Oma) und nur nach Burda und Vorgabe unserer Lehrerinnen zu nähen war nicht so mein Ding… Nach Abschluss ist deswegen die Nähmaschine erstmal in den Keller gewandert und ich hab mich beruflich neu orientiert. Bis die Kinder kamen…

Letztendlich waren die es, die mich zurück an die Nähmaschine gebracht haben. In irgendeinem Forum bin ich auf die Farbenmix-Schnitte gestoßen und ich hab mir sofort welche bestellt und die Nähmaschine wieder aus dem Keller geholt 🙂 Blog & Shop kamen dann nach und nach dazu.

Was hat sich durch das Nähen für dich verändert?

Ich bin unendlich viel ausgeglichener… Nähen ist Zeit, die ich für mich habe und die mich aus dem Trubel hier rauszieht. Ich kann dabei wunderbar entspannen und runterkommen.

Welche Materialien verarbeitest du am Liebsten?

Ich bin ganz klar ein Kind der 70er… Am Liebsten verarbeite ich Stoffe, die aus den 60er und 70er Jahren stammen, neben den Farben und dem Design haben diese Stoffe eine ganz großartige Qualität und Haptik. Die Baumwolle aus der Zeit ist einfach unschlagbar schön!!!

Wenn für alles gesorgt wäre und du nicht scheitern könntest: Was wäre dein absoluter Traumberuf?

Journalistin mit Schwerpunkt (Fern-)reisen… Habt ihr schonmal mit vier Kindern eine Fernreise gemacht? Wir nicht 🙂 Nicht das es uns an Lust & Sehnsucht mangelt, ganz im Gegenteil… es mangelt da eher an anderer Stelle…

Wer oder was inspiriert dich?

Das ist schwierig… aber ich versuch es mal 😉 Wenn ich einen Stoff zum ersten Mal sehe, hab ich oft eine spontane Idee, was aus ihm werden soll und/oder zu welchen Stoffen er sich gut kombinieren lassen würde. Das sind immer die einfachsten Stoffe. Es gibt aber auch welche, bei denen ich das nicht auf den ersten Blick weiß, sie aber dennoch schön finde und trotzdem kaufe. Daheim liegen sie oft eine ganze Zeit lang erstmal im Regal und warten auf ihre Bestimmung. Ideen für diese Stoffe kommen bei mir oft bei ganz alltäglichen Handlungen wie beispielsweise Wäsche aufhängen oder manchmal auch abends kurz vorm Einschlafen.

Frieda Fliegenpilz: Stoffe

Was ist dein liebstes Urlaubs- bzw. Reiseziel und warum?

Ich möchte unbedingt mal nach New York… Dahin, wo das Leben nie stillzustehen scheint und es soviel zu sehen gibt.

Was wünschst du dir für deine Zukunft?

Das unser wuseliges und unruhiges Leben genauso bleibt, wie es ist! Nur reisen, das könnte in Zukunft öfters passieren 😉

Was würdest du in 20 Jahren der Alex von heute raten?

Genau das, was ich ihr heut auch raten würde… Immer auf das Bauchgefühl hören… dann ist alles gut!

* = Affiliate-Link

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