Hallo ihr Lieben! Heute gibt es endlich mal wieder ein paar private Neuigkeiten aus dem Kreativlabor. Wir waren ja ein Jahr auf Europareise (ich weiß, ich weiß – darüber wollte ich auch schon lange mal schreiben) und sind nun in der Nähe von Hamburg gelandet.

In den vergangenen Monaten habe ich superviel nachgedacht, über das Kreativlabor, meine Arbeit allgemein und eigentlich alles, was unser Leben als Familie betrifft. Auf unserer Reise haben wir so viele tolle Orte gesehen, spannende Menschen getroffen und nochmal komplett neu gedacht: Wie und wo wollen wir leben? Was ist uns als Familie am Wichtigsten und wie können wir das umsetzen? Was wollen wir beruflich machen? Und vieles mehr.

Obwohl wir kurzzeitig mal daran dachten, nach Schweden oder England auszuwandern, wurde schnell klar: Unsere Tochter fühlt sich in Deutschland am wohlsten und möchte unbedingt wieder ein festes Zuhause mit ihrem eigenen Zimmer haben. Nur: Sie wurde in diesem Sommer schulpflichtig und da uns das Thema freie Bildung superwichtig ist, war unser Hauptkriterium: Welche Schule kommt in Frage und wie bekommen wir da so kurzfristig noch einen Platz? Es sollte eine freie demokratische Schule sein, soviel stand fest. Durch Umwege und Zufälle erfuhren wir von eine ganz wunderbaren Schulgründungs-Initiative hier in der Nähe von Hamburg und bewarben uns. Wir wurden sofort genommen, haben sogar ein Haus direkt am Wald zur Miete dazu angeboten bekommen und sind seit dem einfach nur happy.

Kreativlabor Berlin goes Hamburg

Yay, Schritt eins ist also schonmal erledigt :) Nun geht es noch um meine Arbeit. Seit vielen Jahren überlege ich schon, ob ich mich beruflich nochmal verändern will und wenn ja, in welche Richtung. Gefühlt 200 Sachen habe ich ausprobiert und überlege hin und her was mir Spaß macht, was ich gut kann, was unseren Lebensunterhalt erwirtschaften kann und uns als Familie maximale Freiräume im Tagesablauf lässt. Mal entscheide ich mich, nicht mehr zu nähen, sondern „nur noch“ Grafik- & Webdesign anzubieten. Dann will ich nur noch schreiben, einen Verlag gründen, Coach oder Profi-Bloggerin werden oder eine Ausbildung zur Naturpädagogin machen. Dann will ich plötzlich wieder Nähen und mir neue Schnitte ausdenken. Es geht immer hin und her.

Da ich auf keinen grünen Zweig komme, werde ich jetzt also erstmal zweigleisig fahren: Das Kreativlabor geht weiter und ich übernehme nebenbei Grafik- und Webaufträge. Mit zwei Kindern zuhause und viel Familienzeit (die uns heilig ist), komme ich einfach nicht dazu, nochmal komplett neu mit etwas durchzustarten und bei Null anzufangen. Vielleicht später dann. Wobei wir dann auch gern endlich unsere Langzeit-Reise mit dem Wohnmobil durchziehen würden, wenn die Kinder „aus dem Haus sind“ :) Soviele Pläne und Ideen – manchmal bin ich leicht überfordert. Kennt ihr das auch?

Kreativlabor Berlin goes Hamburg

Nun bleibt noch die Frage mit meinem Label-Namen. Da steckt ja nun das Wort „Berlin“ drin. Benenne ich es um? Bleibt es so, da es ja immerhin dort gegründet wurde? Wirkt das komisch, wenn es „Kreativlabor Berlin“ heißt, aber die Adresse nicht in Berlin ist? Fragen über Fragen. Vom Gefühl her würde ich den Namen gern so lassen, denn er ist bereits bekannt und verbreitet und ich indentifiziere meine Arbeit der letzten Jahre auch mit diesem Namen.

Was meint ihr dazu?

Allerliebste Grüße aus dem Norden,
Julia

Meine Schnittmuster und Nähanleitungen bei makerist

8 Kommentare

  • Herzlichen Glückwunsch, Julia, zu dieser neuen Form der Sesshaftigkeit. DAs hört sich doch alles ganz famos an und nach einem guten und richtigen Schritt zum jetzigen Zeitpunkt! Alles Gute euch für den Start! Ich finde, Kreativlabor Berlin darf so bleiben, auch wenn dein Arbeitssitz in HH ist. Aber es weist auch auf den Ursprung von dir und den WEg, den du seitdem gegangen bist. Ich fände es nicht störend, wenn es Berlin bliebe und du in HH bist – oder sonstwo ;-) Das regt dann doch direkt zu Gesprächen an, falls einer mal nachfragen sollte. LG aus dem Süden. Susanne

    • Hallo liebe Susanne, vielen lieben Dank für deine Nachricht! Ich danke dir für die Glückwünsche und bin echt super gespannt wie das hier so alles wird. Ja, irgendwie hänge ich auch an dem Namen und das Label stammt ja auch von dort… :D Aber ich habe auch schon das Feedback bekommen, dass es nicht authentisch wirkt, da ich dort nicht mehr lebe. Wobei, wenn ich in 10 Jahren wieder dorthin ziehe wärs auch blöd wenn ich das Label jetzt umbenenne :D

  • Hallo Liebe Julia, Wow, da habt ihr in der letzten Zeit wirklich viel erlebt und unternommen. Schön ist es das ihr so viel Wert auf euer Familienleben legt. Kinder sollen glücklich sein, die Eltern müssen aber auch nach ihren Vorstellungen leben können. Mich freut es dass ihr in Deutschland bleiben wollt und Hamburg ist eine wunderschöne Stadt zum Wohlfühlen. Ich kenne beide Städte, ich liebe Hamburg und könnte mich dort auch zu Hause fühlen.
    Zu Kreativ Labor Berlin kann ich nur meine Meinung sagen, ich würde das Label nicht ändern. Es ist in Berlin entstanden, deshalb gehört es zu dir. Man müsste suchen um dich wiederzufinden, kreativ Labor Berlin ist in den Köpfen der Menschen und ein Begriff. Ich bin gespannt wie es mit dir (euch) weitergeht. Alles Liebe für die Zukunft. Liebe Grüße moni

  • Hallo Julia,
    ich finde es nicht komisch, wenn das Label so bleibt. Sagt ja etwas über den Ursprung aus… außerdem, in Amerika wird auch „German Bratwurst“ verkauft, da stört es niemand…
    Lass es so, es ist dein Label, jeder, der es kennt, weiß warum es so heißt! Wenn Du in ein paar Jahren umziehst, musst du es wieder umbenennen, zeugt auch nicht von Beständigkeit.
    Aber letzlich ist es deine Entscheidung, womit fühlst Du dich denn am Besten?

    Liebe Grüße
    Natalja

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