Heute starten wir in den zweiten Teil meiner Artikelserie zum Thema Handmade-Märkte. Die liebe Blandine vom Label blandine taschen* berichtet von ihren Markterfahrungen und verrät euch hilfreiche Tipps & Tricks.

Selbstgemachtes auf Kreativ- und Designmärkten verkaufen

Bitte stell dich kurz vor. Wer bist du und was findet man in deinem Shop?

blandine-taschenIch heiße Blandine von Ribbeck und mein Label, das ich 2009 gegründet habe, nennt sich „blandine taschen*“. Das Sortiment umfasste anfangs Taschen und Täschchen aus Schurwollefilz, in einem sportlich-bunten Design. Später sind Handtaschen und Taschen aus Leder dazugekommen und aktuell erweitere ich die Produktpalette um Taschen aus Tyvek das ich selbst bedrucke. Tyvek ist ein Material dass sich anfühlt und aussieht wie Papier, jedoch aus 100% Polyethylen besteht, und daher sehr strapazierfähig und dabei sehr leicht ist.

Wie häufig bist du auf Kreativ- bzw. Designmärkten vertreten?

Seit 2012 war ich auf 9 Märkten, im Sommer und zur Vorweihnachtszeit, vertreten.

Besuchst du verschiedene Märkte oder einen speziellen?

Das hatte sich unterschiedlich ergeben. Einige Märkte hatten mich angeschrieben mit der Frage nach einer Teilnahme, andere hatte ich mir selbst ausgesucht.

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Welcher Markt gefällt dir besonders gut?

2015 habe ich vor monatlich beim „Hallo Frau Nachbar“ Markt in den Schanzenhöfen, in Hamburg, dabei zu sein – immer am ersten Sonntag der warmen Monate (Mai – September). Allgemein sollte man einen Markt nach Lage und zu erwartenden Besucherzahlen für sich wählen. Und natürlich die Märkte wählen zu dessen Besuchern die eigenen Produkte passten könnten.

Wie bereitest du dich auf einen Markttag vor?

Ich habe eine „Packliste“ die ich immer wieder benutze. Man sollte Rechtzeitig mit Packen und Ausschildern anfangen! Das dauert meistens länger als man sich denkt und wünscht. Im Winter sollte man sich zur Sicherheit immer schön warm anziehen. Und vorher einen Probeaufbau zu machen ist auch recht hilfreich.

Wie hoch sind durchschnittlich die Standgebühren und findest du sie angemessen?

Die etwas etablierteren Märkte kosten so um netto 90 – 110€ am Tag, da kann es schon passieren dass man drauf zahlt wenn es schlecht läuft. Das ist mir aber bisher erst ein mal passiert.

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Ist es schwierig, einen Marktstand zu bekommen? Hast du Tipps?

Früh bewerben ist empfehlenswert und sich etwas mit der Bewerbung Mühe geben auch. D. h. Links zur Homepage, zum Onlineshop, Blog oder der Facebookseite, und eine gute Beschreibung des Sortiments sind sicher hilfreich. Pauschal ist ein netter freundlicher Tonfall ist immer zu empfehlen 🙂

Kalkulierst du die Preise für einen Markt anders als für deinen Onlineshop?

Regulär nicht, manchmal nehme ich einen um die Versandkosten reduzierten Preis.

Was gefällt dir besonders an Kreativmärkten?

Gut daran gefällt mir, dass ich von den Kunden direkt Feedback bekomme wie meine Produkte ankommen, mehr als bei den Kaufbewertungen im Onlineshops. An einem Markt teilzunehmen kann recht anstrengend sein, aber man hat die Möglichkeit zusätzlich Kundschaft zu erreichen, die nicht gerne online einkauft. Man wird als Label auch anders wahrgenommen wenn mann immer mal wieder auch analog in Erscheinung tritt. Zu dem ist der Austausch mit den Marktkollegen immer sehr nett und interessant!

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Verkaufst du auf Märkten nur ausgewählte Produkte oder dein gesamtes Sortiment?

Ich habe mittlerweile ein recht großes Sortiment, daher nehme ich nicht alles mit.Der Stand soll gut aussehen, und die einzelnen Produkte vorteilhaft präsentiert werden.

Was verkauft sich auf Märkten besonders gut?

Mittelpreisige bis günstige Sachen, von 10€ bis 40€ würde ich sagen. Da ist man schneller entschlossen als bei größeren „Investitionen“.

Was ist dein Markt-Bestseller?

Die Smartphonehüllen aus Leder mit Schurwollefilzfutter und die bedruckten Tyvektäschchen.

Deine drei ultimativen Tipps für den allerersten Markttag?
  1. Vorbereitet sein auf eine anders als erwartete Standplatzumgebung – daher Klebeband, Schere, Schnur, Sicherheitnadeln, extra Tischdecke usw. für Improvisionen nicht vergessen.
  2. Warm anziehen.
  3. Lecker Verpflegung und nette Standplatzgesellschaft.

Liebe Blandine, herzlichen Dank für deine hilfreichen Antworten! Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Label!

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1 Kommentar

  • Hallo Julia, danke für die informative Serie zu den Handmade-Märkten. Da ich selbst im März auf meinen ersten Markt gehe (und gerade versuche alles so gut wie möglich zu planen) finde ich deine Interviews super spannend und hilfreich 🙂
    Herzliche Grüße,
    Janina

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