Nähanleitungen vom Kreativlabor Berlin

Vor Kurzem erhielt ich die Möglichkeit, in einem namhaften Magazin mit zwei DIY-Anleitungen vertreten zu sein. Ich sollte zwei DIYs entwickeln, mit Schritt-Fotos und Anleitung und allem drum und dran. In 3 Tagen. Puh. Ok, also habe ich Material geordert, alle anderen Projekte verschoben, drei Tage durchgearbeitet und alles abgeschickt.

Mrs X: „Ja super, also wir nehmen dann das eine von den beiden DIYs.“
Ich: (Ok, immerhin eins)
Mrs X:„Aber die Schrittfotos brauchen wir jetzt doch nicht.“
Ich: (Schön, umsonst gemacht) „Ok, aber die Schablonen müssten Sie ja schon mit abdrucken, sonst bringt dem Leser das DIY nicht viel.“
Mrs X:„Die Schablonen passen leider nicht ins Heft.“
Ich: (Hmpprfffggrmllll)
Mrs X: „Schick dann das fertige Projekt bitte zum Fotografieren an den Verlag.“
Ich: „Ok, wird gemacht.“

Funkstille.

Ich: „Wann erscheint denn das Heft mit meinem DIY?“
Mrs X: „Am Soundsovielten“.
Ich: (Yipiieehgeillooooo)

Irgendwie kommt kein Belegexemplar per Post. Ich also drei Tage nach dem Soundsovielten in den Laden gegangen und das Heft gekauft. Beim ersten Durchblättern das DIY nicht gefunden. Beim zweiten Durchblättern auch nicht. So langsam dämmert es mir. Meine Anleitung ist nicht im Heft. Ich habe also drei Tage umsonst gearbeitet, mit superkurzer Deadline, habe Material gekauft, das blöde Magazin gekauft und – NIX.

Das wirft für mich die Frage auf, was man sich als Blogger alles gefallen lassen muss und was nicht. Soll ich denen jetzt spaßeshalber mal eine Rechnung schreiben? Sie anbrüllen oder nichts sagen? Was ist die Arbeit eines Bloggers und/oder Designers wert?

Ich bin ehrlich gesagt immernoch sprachlos und weiß nicht so recht, wie ich mich verhalten soll. Ich finde es einerseits sehr dreist, andererseits habe ich mich ja bereit erklärt, gratis ein DIY zu basteln mit Anleitung. Dass es dann nicht abgedruckt wird trotz Zusage – ist das einfach Pech? Oder kann ich nun doch den Aufwand in Rechnung stellen, weil ich ja mit einer Gegenleistung gerechnet hatte?

Falls die Frage aufkommt: Als Autorin des Snaply-Magazins kenne ich auch die andere Seite solcher Kooperationen. Auch bei uns werden die Anleitungen von den Bloggern gratis erstellt. Aber dafür erhalten alle Autoren Material von uns und im Beitrag mehrere Links die auf ihren Blog verweisen. Die Anleitung wird im Newsletter und auf Facebook nochmal präsentiert und vorallem ist der Beitrag für immer online – d.h. aus suchmaschinentechnischer Sicht ist das eine ziemlich hohe Gegenleistung für ein DIY.

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37 Kommentare

  • Also: Ich würde denen einfach mal eine saftige Rechnung schicken.
    Man muss mal ein Exempel statuieren!
    Die denken doch wir sind blöde und machen nichts anderes als vor uns hin bloggen, weil wir ja eh nix besseres mit unserer Zeit anzufangen wissen.
    Ich bin ja nun schon ein paar Jährchen älter und hätte unter Garantie in deinem Alter auch so reagiert, wie du reagiert hast.
    Man fühlt sich ja auch gut wenn so eine Anfrage kommt.
    Frag beim nächsten Mal gezielter nach und lass dir schriftlich, ruhig per mail die Veröffentlichung bestätigen. Sag auch ruhig mal : sollte mein Beitrag nicht wie von Ihnen bestätigt erscheinen, stelle ich Ihnen meinen Stundensatz X in Rechnung.
    Wenn sie dann den Beitrag nicht mehr wollen, hast du dir Gehirnschmalz, Arbeit und Geld gespart.
    Aber Erfahrungen bezahlt man immer, meistens teuer, aber man lernt auch immer was draus, bis man die nächste Erfahrung machen darf und ich sage dir Erfahrungen machen und bezahlen hört irgendwie nie auf…..
    Liebe Grüße
    claudia

  • Liebe Julia,

    ich finde Dein Frust ist absolut gerechtfertigt. Das Magazin wollte DICH und hat Dich aufgrund Deiner bisherigen Leistungen angeschrieben und wollte sich mit Deinen Leistungen im Magazin rühmen und die Verkaufszahlen steigern. Sie haben sich also bei der Anfrage eigentlich was dabei gedacht. Nur weil Deine Anleitungen plötzlich nicht mehr ins „Konzept“ passen Dich fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel ist mehr als mies. Sie waren feige und hätten sagen können, dass Vorlagen in bestimmten Maßen bleiben müssen bzw. dass Du aufgrund dessen mit Deiner Anleitung nicht im Magazin erscheinen wirst.
    Ich befürchte all dies liegt an der Erwartungshaltung und der Einstellung der Menschen, die sich in der DIY-Blogger-Welt immer mehr breit macht. Ich sehe es auch in entsprechenden Gruppen. Alle wollen die Anleitungen kostenlos haben und sind nicht bereit die Arbeit und das geistige Eigentum des Erstellers entsprechend zu honorieren.
    Ich persönlich freue mich sehr über kostenlose Anleitungen, bin aber immer gerne bereit für ein gutes Schnittmuster zu bezahlen.

    In dem Falle des Magazins würde ich eine Stellungnahme schreiben, einfach um Deinem Ärger Luft zu machen und mit dem Thema abschließen zu können. Allerdings würde ich bei der nächsten Anfrage nach kostenlosen Anleitungen für ein Magazin darauf hinweisen, dass wenn diese nicht gedruckt wird, Du eine Aufwandsentschädigung in Rechnung stellen wirst. Das ist für beide Seite mehr als fair.

    Manche haben es einfach nicht verdient sich über sie zu ärgern!
    Kopf hoch und liebe Grüße,
    Mina

    • Hallo Mina, diese „Kostenlos-Mentalität“ ist wirklich schlimm. Mir wurde dann auch noch gesagt, eine Zusage würde ja nicht bedeuten dass es dann wirklich abgedruckt wird – hä? Super. Ich werde der verantwortlichen Redaktion auf jeden Fall nochmal schreiben. Und dann blicke ich nach vorn und habe mal wieder was gelernt 🙂

      Danke für deinen Kommentar!
      Julia

  • Liebe Claudia, vielen Dank für deinen Kommentar! Du hast Recht, beim nächsten Mal sollte ich es mir schriftlich geben lassen. Aber man lernt ja tatsächlich draus. Dann mache ich sowas eben nicht mehr. Wirklcih eine totale Frechheit. Das mit der Rechnung überlege ich mir.

    Liebe Grüße,
    Julia

  • Hallo Julia! Zwar bin ich in einer anderen Branche freiberuflich, aber ich denke, die Honorarmoral ist ähnlich miserabel… Bei so einem Auftrag solltest Du unbedingt vorher die Rahmenbedingungen klären. Auftraggeber sind schnell mal so unterwegs: Kannste mal eben, für lau…? Aber mit Mal eben ist es nun mal nicht getan. Schließlich verdienst Du mit Deinem Label Geld und bist bist nicht „nur“ Bloggerin. Natürlich kann man mal so einen Deal machen ohne Bezahlung, wenn es sich auf anderer Ebene lohnt. Das sollte aber die Ausnahme sein oder zumindest eine wirkliche WinWin-Situation sein. Ein Verlag, der seine freien Mitarbeiter nicht honoriert – den solltest Du nicht bedienen… Schreib eine Rechnung, es gibt auch ein so genanntes Ausfallhonorar. Schließlich musstest Du andere Projekte, die Dir Geld gebracht hätten an den drei Tagen verschieben… Liebe Grüße, Nadine

  • Süße,

    lass dich nicht ins Boxhorn jagen. Ich kann deinen Ärger gut verstehen und es ist wirklich schade, dass die Arbeit beim Erstellen von Anleitungen oft nicht gewertschätzt wird. Ich bin sicher, dass deine Anleitung toll ist, so wie alle deine Sachen, die du uns zeigst.

    Wahrscheinlich ist es nochmal ein Unterschied, ob man mit DIY sein Geld verdient oder ob es nur ein Zubrot ist.

    Nicht die Stimmung verderben lassen, ändern kannst du es eh nicht.

    Mach weiter so, du hast eine große Fangemeinde.

    Kuss
    Blanca von kleine kleinigkeiten

  • Na so was liebe ich ja… Ich muss sagen, dass ich das mit der Kostenlosmentalität sowohl online, als auch im Printbereich mehr als anstrengend finde. In letzter Zeit habe ich das leider auch mehrfach erlebt. Es wird angefragt, man macht sich die Mühe Texte und Bilder zu erstellen und dann kommt keine Rückmeldung mehr….

    Was mich besonders erschüttert ist die Dreistigkeit vieler Verlage. Von einem großen DIY-Magazin erhielt ich die Nachricht, dass sie mich als Blog des Monats (ausschließlich online!) präsentieren möchten. Im Gegenzug dazu soll ich bitte über ihr Magazin berichten UND 6 Monate einen Banner zum Verlag auf meine Startseite setzen. Also ein Tauschgeschäft – Werbung gegen Werbung – und einen Bannerplatz für ein halbes Jahr kostenlos zu bekommen, ist natürlich eine praktische Sache für ein Unternehmen…

    Nachdem ich mich über die Vorgehensweise beschwert habe und dies um ehrlich zu sein auch als Kundentäuschung empfinde (denn nur wer darauf eingeht wird ausgewählt), habe ich natürlich auch nie wieder etwas von ihnen gehört. Das viele DIY-Blogger solche Angebote annehmen, sehe ich am jeweiligen Blog des Monats. Ich persönlich verzichte lieber auf solche Kooperationen, da sie für mich einen faden Beigeschmack haben.

    Liebe Grüße und Kopf hoch 🙂

  • Du hast recht, es ist wirklich wahnsinnig ärgerlich! Was die da mit dir abgezogen haben ist einfach nur noch unverschämt. Da fehlen einem die Worte! Spontan würde ich auch sagen, stell denen ne Rechnung! Allerdings weiß ich nicht ob du damit durchkommen würdest. Auf jedenfall würde ich eine Stellungnahme schreiben. Immerin hast du 3!!! DIYs gemacht von den nicht mal eins abgedruckt wurde, trotz Versprechen. Ich würde denen mal gehörig die Meinung sagen. Diese Kostenlos-Mentalität find ich auch wirklich zum abgewöhnen. Man steckt ja mindestens 1 Tag Arbeit in eine Anleitung. Ich hoffe, dass sich da wirklich etwas an der Denkweise ändert.

    Liebe Grüße
    Claudia

  • Das ist ja wirklich mal frech!!! ich finde es sehr schlimm das die Leute immer denken so eine Anleitung macht keine Arbeit 🙁 Also ich würde denen auch eine Rechnung schicken. Ich finde wenn man sich schon bereit erklärt eine kostenlose Anleitung zu machen, sollte man wenigstens eine kleine Gegenleistung bekommen. Wie du schon sagtest ist das beim Snaply Magazin ja auch ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Die Bloggerinnen haben Arbeit mit den Anleitungen, aber bekommen dafür Material und Werbung. Das finde ich einen guten und fairen Tausch! Selbst wenn du keinen Vertrag mit der Zeitschrift hattest, hattest du sehr viel Arbeit damit UND kosten, die dir auch keiner zurück erstattet . . . daher fände ich wenigstens eine Veröffentlichung fair und auch richtig! Auch wenn dir die Rechnung am Ende doch nichts bringen sollte, so hast du wenigstens gezeigt das man nicht alles mit dir machen kann. Immerhin bist du ja nicht nur Bloggerin, sondern auch Unternehmerin und musst an dein „Geschäft“ denken 🙂

    Oh man! So was macht mich immer traurig 🙁 Man muss doch auch mal an die Zeit und Liebe denken die du und andere in so was reinstecken!!! Warum glauben manche Leute eine Anleitung geht mit nem Finger schnippen?! Eieieieieieie . . .

    Viele Liebe Grüße
    Stephanie

  • Das ist furchtbar ärgerlich, passiert aber leider ständig. Und nicht nur im Bloggerbereich, in dem man sich ja scheinbar sowieso alles erlauben kann (Frechheit!), sondern auch „in der richtigen Arbeitswelt“. Mündliche Verträge sind rein gar nichts mehr wert, man kann sich, wenn es darauf ankommt nicht genau daran erinnern und wenn doch, war es vielleicht nur die Hälfte vom vereinbarten Gehalt…Oder gar keines? Wer kann das nach dem erledigten Auftrag schon prüfen? Und leider ist dann derjenige der etwas will (nämlich einen gerechten wie auch immer aussehenden Lohn) in der Situation handeln zu müssen, der Auftraggeber hat ja alles was er wollte.
    Ich habe gerade letzte Woche eine leider schmerzhafte aber wichtige Lektion gelernt: Ich lasse mir ALLES schriftlich geben. Eigentlich ist es mir furchtbar unangenehem, dass ich in Zukunft meine Auftraggeber jeden gearbeiteten Tag und jede zusätzliche Stunde unterschreiben lassen werde, das ist umständlich und ich will so nicht arbeiten. Aber ich weiß jetzt, dass ich sonst genau diese Stunde oder diesen Tag eventuell nicht bezahlt bekomme. Und das finde ich noch viel unangenehmer.
    Liebe Grüße und Kopf hoch, Änni

  • Wow, vielen Dank für eure zahlreichen Kommentare! Ihr seid toll! Am Anfang dachte ich noch: HM, vielleicht übertreibe ich es, dass mich das jetzt so wurmt? Aber anscheinend lag ich ja doch goldrichtig. Als ich noch freiberufliche Webdesignerin war gab es auch oft sowas.. ich dachte das wäre bei großen Verlagen alles etwas seriöser (ist es ja auch bei manchen auch). Wahrscheinlich kann man jedoch ganze Bücher füllen mit dem, was mit Bloggern so abgezogen wird.

    Ich DANKE euch vielmals für die aufbauenden Worte. Demnächst wird alles schriftlich gemacht oder eben gar nicht.

    Meistens hör ich eh nie wieder was von den Leuten, wenn ich meinen Stundensatz schreibe 😀

    Liebste Grüße,
    Julia

  • Hallo liebe Julia,
    erstmal, danke für Deine offenen Worte! Das ist eine große S**erei. Wir hatten ja erst letztens gemailt und ich frage mich auch immer wieder, wo ich eine Grenze ziehen kann, um zu zeigen, dass das unser Beruf ist und nicht nur ein Hobby.
    Hattest Du Deinen Ansprechpartner nochmal nach erscheinen des Magazins angerufen? Ich glaube, dass würde ich als erstes machen.
    Der Gedanke mit der Aufwandsentschädigung, wenn die Artikel nicht gedruckt werden, finde ich gut. Ich spreche bei Anfragen immer an, dass das mein Beruf ist und ob es eine Gegenleistung gibt. Sicherlich schützt das auch nicht vor leeren Versprechungen, doch damit möchte ich zeigen, dass es meine Arbeit und eben kein Freizeitvergnügen ist…

    Es gibt eine spannende Theorie, das alle bereitgestellten Internetinhalte einen Gegenwert erhalten sollten…

    Sei lieb gedrückt!
    Anita

    • Hallo Anita, danke für deinen Kommentar. Wie ich oben bereits schrieb: Ich habe ja bereits gefragt was schief gelaufen ist. Antwort: Eine Zusage heißt ja noch nicht, dass es dann auch abgedruckt wird. 😀

      Was soll man da noch sagen? Nun ja, ich sollte es wirklich genauer absprechen im Vorfeld. Zum Glück lernt man ja daraus.

      Liebe Grüße,
      Julia

  • Leider ist diese Art sich kostengünstig die Magazine u.ä. füllen zu lassen immer populärer geworden. Ob es einen Trend in eine andere Richtung geben wird, weiß ich nicht. Geht ja vieles in die Richtung: Schickt uns mal eure besten Fotos, besten Erlebnisse, besten Geschenke usw. Kostenlos versteht sich.

    Es gibt natürlich genügend Menschen, die gern mal ihren Namen in der Zeitungen lesen wollen. Kann man ja verstehen.

    Auf anderen Gebieten hab ich das ähnlich erlebt. Thema Heimatgeschichte. Regionale Zeitung umschreibt blümelig unserern tollen Leistungen und Infos. Man bräuchte bloß … und würde gern … usw.

    Das Ergebnis war identisch. Gedruckt wurde ein entstellter Text, die historischen Fotos zu einem Bauwerk wurden ignoriert und dafür ein „Profi“ zum aktuellen Objekt geschickt. Das Bild mit den stürzenden Linien wurde dann abgedruckt. Da wäre es besser gewesen, seinen Namen nicht unter dem Beitrag zu finden.

    • Hallo Gunnar, da hast du Recht. Es ist wohl so ein Trend entstanden. Vielleicht gibts irgendwann einen Gegentrend dazu, es wäre wünschenswert. Dann müssten sich nur genügend Blogger wehren.

      Liebe Grüße,
      Julia

  • Anrufen und nachfragen, was da schief gelaufen ist? vielleicht kommt’s ja in die nächste ausgabe?

    und wenn das nicht der fall sein sollte, dann: DEN TYPEN DURCH TELEFON ZIEHEN UND FRAGEN WAS DIE SICH DA EINBILDEN!

    • Ich habe ja bereits gefragt was schief gelaufen ist. Antwort: Eine Zusage heißt ja noch nicht, dass es dann auch abgedruckt wird. 😀

      Liebe Grüße,
      Julia

  • Wow,
    da wäre ich auch mega enttäuscht gewesen 🙁 Kann deinen Frust so verstehen.
    Aber steck nicht den Kopf in den Sand, du hast so viele Fans und deine Arbeiten sind total genial!
    Das Magazin hat sich keinen Gefallen damit getan, deine Anleitung nicht zu drucken.
    Krönchen richten und weiter!
    Alles Liebe
    Ela von Buntschwarzes

  • Wenn das ein halbwegs populäres Magazin ist, das sich gut verkauft, dann hilft aus meiner Sicht nur eins:
    Das Pferd von hinten aufzäumen! Die Verlagen wollen natürlich ihre Blättchen auch verkaufen und suchen sich die Leute aus, die was schreiben sollen und die die Leser lesen wollen.
    Ihr DIY-Blogger seid ja relativ gut vernetzt. Macht intern sowas wie ne „rote Liste“, und das möglichst schnell. Stimmt euch intern ab, wenn sich einer von denen meldet und sagt einfach mal „NÖÖÖÖÖ!. Nur Vokasse :)“
    Die probieren’s halt ganz dreist. Mädels, denkt an Euren Marktwert. Das hast du nicht verdient, dass die dich so verheizt. 🙁

  • Leider gibt es in der Geschäftswelt, in die so ein Verlag gehört, immer mehr Abzocker. Mir kommt es so vor, als würde man als Verbraucher eh nur von vorn bis hinten verarscht werden. Schade, daß du diese Erfahrung machen musstest.
    Ich würde zukünftig nur noch mit einem Vertrag arbeiten, auch wenn das DIY von dir umsonst ist . Ein „seriöser“ Verlag würde sicherlich darauf eingehen.

    Ihr bei Snaply seit einfach viel zu gut für diese Welt!! Echt jetzt! Ein großes Lob an euch – ihr wenigen Ehrlichen.

    Liebe Grüße
    Gusta

  • Liebe Julia
    ich habe mit Bedauern deinen Bericht gelesen. Es ist einfach unglaublich, was sich gewisse Leute erlauben und mit der Zeit, den Ideen und der Energie von anderen Leuten umgehen. Das ist eine Unverschämtheit. Ich kann deine Enttäuschung und Wut sehr gut verstehen. An deiner Stelle würde ich dem Verlag mal eine Rechnung für deine Umkosten senden. Wenn sie das DIY abgedruckt hätten, dann hätten sie auch eine Leistung erbracht, so haben sie bei dir etwas „bestellt“ und du hast nichts dafür bekommen. Das geht wirklich nicht. Es tut mir leid, ich hoffe, du kannst dich an all den vielen tollen und dankbaren Leuten freuen und gehst weiterhin ganz kreativ und mit viel Freude und Ideen durch die Welt! Lass dich nicht entmutigen. Liebe Grüsse Irene

  • Ich finde es eine bodenlose Frechheit nicht mal zu sagen dass dein Tutorial nicht gedruckt wird. Ich glaube die wissen nicht wie viel Arbeit darin steckt. Ich kenn ja einige deiner E-Books und weiß wieviel Liebe, Arbeit und Genauigkeit du da reinsteckst :S

    Ganz ehrlich – die sind selber schuld wenn sie dein Tutorial nicht gedruckt haben. Wir wissen was die Leser versäumt haben da wir ja deinen Stil kennen – die hätten nur von dir profitiert!!!

    GLG, Geraldine

  • Liebe Julia,
    viel ist ja auch schon gesagt worden zu deinem ärgerlichen Fall
    Ich arbeite auch im Nebenjob bei einem Verlag für Printmedien (völlig anderes Metier) und habe noch zwei Gedanken:
    1. Ich habe Unkosten für Stoffe etc. sind einfacher zu kommunizieren als Stunden, die vorher nicht abgesprochen wurden. Aber es war ja abgesprochen, dass du DIY erstellst, also würde ich auch nochmal anrufen und fragen, an wen du denn jetzt die Rechnung mit den Unkosten für die Materialen schicken sollst…(So ganz unschuldig)
    2. Zum Anderen würde ich nochmal empfehlen, in einem Telefonat (falls eins geplant ist) nicht die Ansprechpartnerin zu fordern, sondern zu Bitten, die Redaktionsleitung zu sprechen und dort nochmal Klartext zu reden.
    Zwei Gründe, einer psychologisch, einer rein strukturell:
    So ein Feedback schlägt wesentlich mehr ein, wenn es eine Stufe höher geht und wer weiß – vielleicht ist das auch gar nicht Standard? Mich verwundert sehr die mangelnde Kommunikation (so spät und keine Absage!) – dann ist deine Beschwerde an der richtigen Stelle
    Und psychologisch kann es helfen, vielleicht nicht mit der Person zu reden, der man sich auch irgendwie „verbunden“ fühlt durch die geplante Kooporation, sondern jemanden, dem gegenüber man sich freier auslassen und beschweren kann?

    Nur so als Gedanken. 🙂

    Liebe Grüße,
    Nele

    • Hallo liebe Nele (hihi, genauso heißt meine Tochter),
      vielen Dank für dein ausführliches Feedback! Das Problem ist, dass alles über ein drittes Unternehmen ging. Der Verlag ist an dieses herangetreten, jemanden für ein DIY vorzuschlagen. Sie haben mich vorgeschlagen, der Verlag wollte mich und die Kommunikation ging nur über das Unternehmen. D.h. ich habe praktisch nichts in der Hand, keine Vereinbarung mit dem Verlag selbst. Und die Kontaktdaten will das Unternehmen nicht rausgeben. Ich habe im Internet die Redaktionsadresse des Verlags recherchiert, aber wer da jetzt verantwortlich ist? Und was die wiederum mit dem Unternehmen vielleicht abgesprochen hatten und das Unternehmen nur nicht an mich weitergeleitet hat? Das Unternehmen meinte nach dem Nichterscheinen meines Beitrags, dass das sehr unüblich sei, aber eine feste Zusage eben nicht bedeutet, dass etwas auch abgedruckt wird (aha).

      Ich warte jetzt mal ab ob auf meine Email was passiert und dann werde ich dort nochmal anrufen. Danke für deine Hilfe!!!

      Liebe Grüße,
      Julia

  • Neuigkeiten im Fall „Mach mal eine Anleitung für lau und wir drucken sie dann gar nicht, haha“:

    Nachdem ich mich bei der Redaktion beschwert habe, bekam ich soeben eine Mail. Mir wird ein geringes Ausfallhonorar angeboten, weil mein DIY angeblich so schlecht gewesen wäre und deshalb nicht im Heft war.

    Ich habe jedoch per Mail eine schriftliche Zusage, dass das DIY bei der Redaktion (ich musste vorher ein Foto einsenden) supergut ankam und sie es unbedingt im Heft wollen!!!!!

    Wie dreist ist das denn?!?!?!?!?!?! Ich koche!!!!!

  • UNGLAUBLICH diese Dreistigkeit!!! Ich kann deine Wut absolut verstehen! Und ganz ehrlich das „Ausfallhonorar“ ist, meiner Meinung, nach ziemlich frecht!

  • Liebe Julia,
    fühl Dich gedrückt. Und zwar ganz feste. Finde Dich super. Deine Beträge, Blog, Tutorials, Buch und ebooks. Einfach alles. Die haben ja keine Ahnung was die jetzt verpassen. Aber laß Dich bitte nicht ärgern. Nicht dafür. Sieh es so. Jetzt bist Du um eine weitere Erfahrung reicher. Deine Aufgeschlossenheit gegenüber Kooperationen sollte das aber trotzdem nicht trüben. Außerdem ist es nicht umsonst. Jetzt hast Du etwas im Koffer, was Du auch mal spontan raus zücken kannst. Ich finde es klasse, dass Du diese Erfahrung mit uns teilst und uns auch mal hinter die Kulissen blicken läßt. Sonst sieht man ja nur den reibungslosen Ablauf, bzw. hat den Eindruck, dass das so ist. Wünsche Dir eine erholsame Weihnachtszeit.

    • Das hast du lieb gesagt, vielen Dank! Momentan bin ich recht aufgebracht, aber morgen geht es sicherlich schon wieder. Ich werde jetzt nochmal eine genaue Rechnung aufstellen und direkt an den Verlag bzw. den Chefredakteur senden, und zwar per Post. Dazu den Emailverkehr. Erst wollte ich es auf sich beruhen lassen, aber mir anhören zu müssen das DIY wäre zu schlecht gewesen, nachdem mir bestätigt wurde wie begeistert alle waren und dass es unbedingt ins Heft soll, ist eine Dreistigkeit, die ich so nicht auf mir sitzen lassen kann. Bin gespannt was auf mein Schreiben hin passiert. Danke für deine lieben Worte!

      Julia

  • Liebe Julia,
    ätzend – ich kann Deinen Ärger verstehen… aber für mich ist es etwas unbegreiflich das Du Dir überhaupt die Arbeit von 3 Tagen Arbeit + Materialeinsatz für eine nich honorierte redaktionelle Veröffentlichung machst!!
    Das steht doch nicht so wirklich im Verhältnis zu dem Rücklauf den Du daraus bekommen würdest!
    Bitte versteh mich nicht falsch – aber überhaupt kostenlos Anleitungen etc. von Bloggern einzufordern ist schon eine Dreistigkeit und es wurde ja in etlichen Studien bestätigt das eine redaktionelle Veröffentlichung KEINERLEI Mehrwert für den Blogger bietet!! Zudem gibt es Menschen (wie ich zum Beispiel) die als Stylist oder ähnliches sonst für solche Projekte /Aufgaben gebucht werden und dafür ein Honorar bekommen.
    Also – einmal in Ruhe durchatmen und überleg Dir etwas anderes schönes mit den Anleitungen und Steps.. am besten etwas wofür es Geld gibt und nicht nur Ruhm und Ehre.
    Liebe Grüsse
    Clara

    • Liebe Clara,
      vielen Dank für dein Feedback! Ich wollte unbedingt in dem Magazin erscheinen, darum hab ichs gemacht und das wäre es mir auch Wert gewesen. In Zukunft werde ich solche Aktionen jedoch generell nicht mehr machen bzw. im Voraus konkret ein Honorar vereinbaren (wodurch sich dann schonmal 99% der Anfragen erledigen, weil es doch bitteschön kostenlos sein soll und man doch froh sein soll, dass man überhaupt angeschrieben wurde, blabla). Manchmal ist man eben doch naiv :/ Wieder etwas dazugelernt auf dem Weg zum professionellen Blogger 🙂

      Liebe Grüße & Alles Gute für dich,
      Julia

  • Liebe Julia,
    klar das ist nachvollziehbar…. 😉 ich würde mich freuen, wenn die Redaktionen nicht auf die Idee kommen würden so absurde Anfragen zu stellen und die nächste Anfrage bei Dir direkt vergütet wird!!
    Was nix kostet ist nämlich auch nix wert oder fliegt immer wieder raus – denn sie müssen ja kosteneffizient arbeiten!
    Liebste Grüsse an Dich – und nicht mehr grämen – Frohe Weihnachten!
    Clara

  • Hallo Julia,
    das ist schon krass, aber so ist diese Welt, habe ich in ähnlicher Form auch schon erlebt.
    Von meinen Vorschreiberinnen hast du ja schon einige Tipps bekommen, z.B. das Ausfallhonorar – kannte ich so auch nicht.
    Und ich finde auch, dass es überhaupt keine Rolle spielt, ob jemand mit seiner Arbeit Geld verdienen will/muss oder nicht – letztendlich zählt nur das Ergebnis.
    Natürlich arbeiten alle unter verschieden Voraussetzungen, haben unterschiedlich hohe Unkosten(das auszugleichen wäre eigentlich Sache des Staates/der Gesetzgebung in Deutschland, z.B. gerechte Krankenkassenbeiträge die sich am tatsächlichen Einkommen orientieren) – aber das spielt natürlich für den Auftraggeber keine Rolle.
    Da wir schon beim Thema sind, wie könnte ich es schaffen, auf eine Interviewseite bei Dir oder Snaply zu gelangen?
    Liebe Grüße Karin

  • Hallo Karin, vielen Dank für dein Feedback! Ich habe mir fürs neue Jahr vorgenommen, bei solchen Kooperationen immer vorher alles schriftlich festzulegen und ein Ausfallhonorar zu vereinbaren. Erfahrungsgemäß hat es sich damit eh schon erledigt, weil sie es wenn dann nur kostenlos wollen 😉 Schreib mir doch bitte einfach eine Mail wegen einer Kooperation.

    Liebe Grüße,
    Julia

  • Hallo liebe Julia,

    mich würde mal interessieren was bei dem Fall jetzt rausgekommen ist.
    Mega dreist. Das alle frechste ist ja, dass sie als Ausrede deine Arbeit auch noch schlecht gemacht haben.
    Ab da wäre es bei mir auch vorbei gewesen..

    LG Sandra

    • Hallo Sandra, ich habe den Fall dann auf sich beruhen lassen, es hätte zuviele Unstimmigkeiten mit einer dritten Partei gegeben. Werde in Zukunft alles nur noch mit Vertrag machen. Allerdings erledigen sich sowieso 99% der Anfragen von selbst, wenn man Geld dafür verlangt 😀

      LG,
      Julia

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